Donnerstag, 20. Juni 2019

Repräsentant der Organisación de los Estados Americanos (OEA) trifft zur Aussprache bilaterale parlamentarische Gruppen

José Miguel Insulza, Generalsekretär der Organisación de los Estados Americanos (OEA/OAS) -Organisation der Amerika-nischen Staaten, traf zu einer Aussprache mit Mitgliedern der bilateralen parlamentarischen Gruppen Österreich-Lateinamerika und Österreich-Nordamerika zusammen. Im Rahmen eines Meinungsaustauschs bot sich Abgeordneten sämtlicher Fraktionen u.a. auch  F-Abgeordnetem und Drittem Nationalratspräsidenten Martin Graf die Gelegenheit, diverse politische Fragen zur gegenwärtigen Situation der mittel- und Südamerikanischen Staaten zu diskutieren.

Insulza, der zunächst auf die Geschichte der OAS einging, informierte die Abgeordneten über die Herausforderungen, denen sich seine Organisation aktuell zu stellen hat. Dabei zählten die Bekämpfung von Kriminalität, Armut, Korruption und Ungleichheit zu den zentralen Agenden, mit denen man sich konfrontiert sehe.

Darüber hinaus gelte es aber auch, so Insulza, die Effizienz der Verwaltungsapparate zu steigern, Straffreiheit bei vorliegenden Verbrechen den Kampf anzusagen und die Menschenrechte nicht aus dem Blick zu verlieren.
Desweiteren kam der chilenische Jurist und Politikwissenschaftler auf die Fälle Honduras und Cuba zu sprechen. Er selbst plädiere in diesem Zusammenhang für eine Inklusion möglichst vieler mittel- und südamerikanischer Staaten in die OAS, führte Insulza aus. Einige Länder permanent auszuschließen, erschiene ihm nicht der richtige Weg, um den erwähnten Herausforderungen effektiv begegnen zu können.

Insulza versucht, seit er in Funktion ist, das Bild  und die Wertigkeit der OAS durch besseres Management und bessere Außenwirkung zu verbessern. Mittelamerika, Latein-/Südamerika und die Karibik  sind die Länder mit den meisten multilateralen Gruppierungen (z.B. MERCOSUR, CARICOM, ALBA, OEA, UNION ANDINA, …). (MAJ- 28.10.10)

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