ASOCIACÍON AUSTRIACA D'AMISTAD CON AMÉRICA LATINA (AAAAL)

EINLADUNG ZUM “LATEINAMERIKA – ABEND”

Sehr geehrte Freunde und Mitglieder der Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas,

sehr geehrte Damen und Herren,

der 3.Präsident des Nationalrates der Republik Österreich, Mag. Dr. Martin Graf , die Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas (ÖGFLA) und die Österreich-Paraguay Gesellschaft möchten Sie sehr herzlich im Rahmen unserer „ Veranstaltungen“ zu einem „LATEINAMERIKA – ABEND“ am 11. Juni 2013 von 18:30 – 20:30 Uhr ins Parlament ( Büro des 3. Präsidenten) einladen.

An diesem Abend gibt es auch eine Tanzeinlage einer paraguayischen Gruppe.

Botschafter Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA (Paraguay) wird, sofern es seine Gesundheit erlaubt, dem Fest die Ehre seiner Anwesenheit geben.

Die ÖGFLA wird das neue Magazin mit dem Schwerpunktthema „Kolumbien – Peru“ präsentieren!

EINLADUNG LATEINAMERIKA ABEND 11 06 2013

 

Horacio CARTES von der konservativen Colorado-Partei gewinnt die Präsidentenwahl in Paraguay.

[Parteichefin Lilian Samaniego gemeinsam mit Präsidentschaftskandidat Horacio Cartes; Quelle: ÖGFLA]

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom 21. April 2013 standen ganz im Zeichen starker internationaler Präsenz.

Knapp 400 Vertreter aus Europa und den amerikanischen Staaten hatten sich als Wahlbeobachter bei der Obersten Wahlkommission Paraguays (TSJE) angemeldet und noch weitere 1200 paraguayische Beobachter aus verschiedenen Organisationen haben ein Auge auf die Wahl geworfen. Allein die EU stellte mit 100 Beobachtern die größte Delegation, gefolgt von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der Union südamerikanischer Staaten (Unasur).

Im Vorfeld war Paraguay durch das “Amtsenthebungsverfahren” gegen Präsidenten Fernando Lugo in die internationalen Schlagzeilen geraten und wurde zudem bis zu diesen Wahlen vom Wirtschaftsbündnis MERCOSUR und der Union südamerikanischer Staaten der Mitgliedschaft enthoben (“Institutioneller Staatsstreich”) und wird spätestens nach der Amtsübernahme (Inauguration findet am 15. August 2013 statt) des neu gewählten Präsidenten voraussichtlich wieder aufgenommen werden.

Nach Angaben der Wahlbehörde konnte Horacio Cartes bei der Wahl am 21. April 2013 45,8 % der Stimmen (1.095.469) für sich vereinen. Der aussichtsreichste Gegner von der liberalen Partei. Efrain Alegre kam auf 36,94 %. der Stimmen (883.630) Er hat seine Niederlage bereits eingestanden.

Quelle: Rundschau cc

Die 3,5 Millionen Wahlberechtigten waren zudem auch aufgerufen, 45 Senatoren, 80 Abgeordnete, 17 Gouverneure samt entsprechender Regionalversammlungen und 18 Parlamentarier für das Wirtschaftsbündnis Mercosur zu bestimmen.

Die Wahlbeteiligung war mit 68,57% überdurchschnittlich hoch. Das heißt, dass immerhin 2.391.790 Personen zur Wahl gegangen sind.

Im Parlament wird das Abgeordnetenhaus mehr oder weniger zu einer Kammer mit Mitgliedern aus fast nur zwei Parteien, die PLRA (Liberalen) ist dabei ebenfalls zahlenmäßig unterlegen.

Im Senat gehen nach den letzten Hochrechnungen (bis zur endgültigen Stimmenauszählung werden noch ca 10 Tage vergehen) 19 Sitze an die ANR (Colorado), 12 an die PLRA (Liberalen), 5 an die Frente Guasu, 3 an die Avanza Pais, 3 an die PDP, 2 an die Unace und 1 an PQ.

 

Horacio Cartes und die Colorado-Partei (ANR)

Der 56 jährige H. Cartes gilt als einer der reichsten Männer Paraguays. Als politischer “Neuling” trat er erst 2009 der Colorado-Partei bei.

Mit dem Sieg von H. Cartes kehrt die Colorado-Partei an die Macht zurück, die sie mehr als 60 Jahre lang innehatte, bevor sie im Jahre 2008 von einer linksliberalen Koalition um den früheren katholischen Bischof Fernando Lugo abgelöst wurden.

Aussicht

Mit dem neu gewählten Präsidenten kann ein außen- und wirtschaftspolitischer NEUSTART gelingen. Es wird sich relativ bald zeigen, ob H. Cartes die innenpolitischen und außenpolitischen Differenzen beseitigen und zugleich meistern kann. Die Chance Paraguay in eine bessere Zukunft mit mehr Prosperität und Entwicklung zu führen, ist jedenfalls sehr groß!

 

Lino Oviedo: Politischer Mord oder Hubschrauber-Unglück?

Lino Oviedo ist tot. Mit dem 69-jährigen Ex-General und Putschisten, der eine entscheidende Rolle 1989 beim Staatsstreich gegen Diktator Alfredo Stroessner spielte, verliert Paraguay eine schillernde  Persönlichkeit. Oviedo wollte sich am 13. April für die Präsidentschaft bewerben. An einen Hubschrauber-Absturz wollen seine Anhänger daher nicht glauben, der Pressesprecher von Oviedos Partei Unace, César Durant, vermutet einen Anschlag: „Es handelt sich um einen politischen Mord.“

General Lino Oviedo, hier besucht von Martin Graf, kam bei einem
Hubschrauberabsturz ums Leben, seine Parteifreunde vermuten Mord.

 

Paraguays Staatschef Federico Franco bestätigte am Sonntag den Tod des beliebten Politikers. Oviedo gehörte zu den Offizieren, die Stroessner vor 24 Jahren festnahmen. „Er war einer der Menschen, die uns die Freiheit gebracht haben“, erklärte Franco im Fernsehen. Offiziellen Meldungen zufolge ist Oviedo bei einem Hubschrauberunglück 280 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Asuncion ums Leben gekommen. Der Politiker hatte an einem Wahlkampftreffen in Concepcion teilgenommen. Ein schweres Gewitter in der Gegend könnte den Absturz verursacht haben. Neben Oviedo sind auch der Pilot und ein Leibwächter tot aufgefunden worden.

Innenminister kündigt Untersuchung an

„Oviedo hätte niemals einen Flug inmitten eines Gewitters gestartet“, sagte sein Pressesprecher César Durant gegenüber dem Rundfunksender Radio Cardinal. Dagegen berichteten Zeugen der Zeitung ABC Color, Oviedo habe den Piloten energisch aufgefordert, den Flug nach Asuncion zu unternehmen, obwohl dieser auf die Gewittergefahr hingewiesen und zudem eingewendet habe, dass die Maschine nicht für Nachtflüge zugelassen sei. Innenminister Carmelo Caballero kündigte eine Untersuchung des Unfalls unter Beteiligung internationaler Experten an.

Tatsächlich kommt für die Partei Unace (Nationale Union der Ethischen Bürger) das Ableben ihres Gründers und Spitzenkandidaten zu einem denkbar unglücklichen Zeitpunkt. Am 13. April finden in Paraguay die Präsidentschaftswahlen statt, ohne Oviedo, der im Jahr 2008 mit mehr als 400.000 Stimmen auf Anhieb drittstärkste Kraft im Land wurde, wird es schwer, an diesen Erfolg anzuknüpfen.

Die Wahlen müssen durchgeführt werden, nachdem im Juni 2012 der Präsident Fernando Lugo vom Parlament abgesetzt worden war. Paraguays Senat hatte die Amtszeit des früheren katholischen Bischofs mit 39 zu 4 Stimmen vorzeitig für beendet erklärt. Zuvor hatte die Abgeordnetenkammer des südamerikanischen Landes eine Amtsenthebungsklage gegen den linksgerichteten Präsidenten eingereicht. Begründet wurde die Klage mit einer mangelhaften Amtsführung in Zusammenhang mit Bauernprotesten, bei denen zuletzt laut Medienberichten 17 Menschen ums Leben kamen.

Lino Oviedo – eine lebende Legende

General Lino Oviedo war eine lebende Legende. Davon konnte sich im März 2011 eine politische Delegation unter der Leitung des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf überzeugen. Der Parteichef führte die Gäste aus Österreich durch sein Reich, das weniger einer klassischen Parteizentrale glich, sondern vielmehr einer Sozialeinrichtung: Neben einer großen Sporthalle stehen nicht nur Partei-Mitgliedern Einrichtungen wie ein kleines Ärztezentrum, ein Frisör oder Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Oviedo sprach perfekt Deutsch und die Probleme des Landes konkret an: Als erstes müsse die Korruption bekämpft , als zweites Rechtssicherheit geschaffen werden, um den Weg für die notwendigen Investoren zu ebnen.

Oviedo kannte aber auch Österreich aus der Zeit, als er in Deutrschland zwei Jahre studierte und dem Nachbarland einen Besuch abstattete. Er erinnerte sich noch gut an die Lipizzaner, an die Patronenfabrik in Hirtenberg und an die Menschen: „Die Österreicher wollen arbeiten, um zu leben, die Deutschen leben, um zu arbeiten, und die Leute in Paraguay wollen leben, ohne zu arbeiten“, sagte Oviedo sichtlich erfreut über den Besuch aus Österreich.

 

Die Österreichische Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas

wünscht allen Seinen Mitgliedern und Freunden


ein Frohes Fest, besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2013!

 

 

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UNSERE  A K T I V I T Ä T E N FÜR 2013 FINDET IHR UNTER:

8-O “TERMINE” 8-O

 


Sängerknabe führt in Paraguay „tägliche Chorstunde“ ein

Die Deutsche Schule in der Kolonie Independencia, etwa 200 Kilometer von der paraguayanischen Hauptstadt Asuncion entfernt, hat nach Michael Flatscher einen zweiten Hilfslehrer für den Deutsch-Unterricht. Der 19-jährige Thorsten Hofbauer machte es seinem Vorgänger nach und entschloss sich zwischen Matura und Studium zu einem sechsmonatigen Abenteuer in Südamerika. Als ehemaliger Sängerknabe führte er im Unterricht auch gleich die „tägliche Chorstunde“ ein.

Eigentlich wollte er nur als Hilfslehrer im Deutsch-Unterricht fungieren. Doch Direktor Matias Loidol war von den Talenten des Österreichers schnell angetan. Inzwischen lehrt Thorsten Hofbauer Deutsch in der 7. Klasse Gymnasium, Geographie in der 8. Klasse, Musik von der 3. Klasse Volksschule bis zur 2. Klasse Gymnasium, drei Schüler unterschiedlichen Alters in Deutsch als Fremdsprache und, damit ihm in der Freizeit nicht fad wird, leitet der 19-Jährige auch noch den Schulchor. „Außerdem versuche ich, da es in der Kolonie keine Zeitungen gibt, im Unterricht das Weltgeschehen mit einfließen zu lassen. Seien es die US-Wahl, Naturereignisse und alles, was sonst noch interessant ist“, erzählt Hofbauer gegenüber Unzensuriert.at.

Galauniform und Hymne an jedem Montag

Die Deutsche Schule Independencia besuchen 150 Kinder, vom Kindergartenalter bis zur Matura. Die Mehrheit der Kinder ist deutschstämmig. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über das Schulgeld. Zweimal bereits gab es auch schon eine Spende der Österreichischen Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas (ÖGFLA), deren Präsident der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf ist. ÖGFLA hat auch die Reisekosten des „Sprachassistenten“ Hofbauer übernommen. Die Schule stellt mitten im paraguayischen Urwald eine wirkliche Besonderheit dar: Jeden Montag haben die Schüler ihre Galauniformen zu tragen, an den restlichen Tagen genügt eine legerere Kleidung, die aber auch einheitlich ist. Jeden Montag wird zudem abwechselnd einmal die deutsche und einmal die paraguayische Nationalhymne gesungen. Der Unterricht startet um 7 Uhr und ist bereits um 11.40 Uhr wieder zu Ende. Eine Unterrichtsstunde dauert 35 Minuten.

Unterricht bei 40 Grad im subtropischen Klima

Der Grund für die wenigen Unterrichtsstunden liegen auf der Hand. In der subtropischen Klimazone ist es bereits am späten Vormittag äußerst heiß und die Temperatur kann auf bis zu 40 Grad hinaufschnellen, „sodass ein Unterricht über die Mittagszeit aus wahrscheinlich kreislauftechnischen Gründen nicht stattfindet“, sagt Hofbauer. Dennoch gebe es an zwei Tagen der Woche auch Nachmittagsunterricht.

In der Kolonie wird fast ausschließlich Deutsch gesprochen. Ein spanisches Wort hört man weder im Supermarkt, noch auf den Straßen, die allesamt mit deutschen Bezeichnungen beschildert sind. Ab und zu stößt man auf die indigene Sprache Guarani. „Somit ist es wichtig, das die eigene private, nur mit Schulgeld finanzierte deutsche Schule in der Kolonie trotz akuten Mangels an Lehrmitteln und Geld bestehen bleiben kann“, meint Thorsten Hofbauer. Der Verein ÖGFLA hilft dabei. Durch finanzielle Unterstützung und die Bereitstellung von Hilfslehrern wie Michael Flatscher oder Thorsten Hofbauer. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Patenschaften für Schulkinder zu übernehmen.

 

NEWSLETTER – OKTOBER/NOVEMBER 2012

Sehr geehrte Freunde und Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas,

 

Im neuen „NEWSLETTER“ haben wir folgenden Themen vorbereitet:

 

  • EINLADUNG zur VERNISSAGE – „Arabisch-Muslimische Zivilisationen“ am 15. Oktober 2012 von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr im Parlament.
  • REISE:PERU und KOLUMBIEN“ im März 2013
  • BERICHTE:                                    Assistenzlehrer in der Kolonie Independencia“ (Paraguay) & „Büchersammlung“
  • SCHÜLERPATENSCHAFT Übernahme einer „Schülerpatenschaft“
  • ASSISTENZLEHRER                      Assistenzlehrer für Paraguay (Kolonie Independencia) gesucht – ab Mitte Februar 2013

 

  • Der Dritte Präsident des Nationalrates der Republik Österreich, Mag. Dr. Martin Graf möchte Euch sehr gerne zu der VERNISSAGE – „Arabisch-Muslimische Zivilisationen“ am 15.Oktober 2012 von 18:30 Uhr – 20:30 Uhr ins Parlament einladen (siehe Einladung im Anhang)! In Kooperation mit der ägyptischen Kulturabteilung in Wien wollen wir auch die Gelegenheit wahrnehmen uns dem arabischen Raum in Form einer Bilder-Ausstellung zu nähern! Auf Euer zahlreiches Kommen freuen wir uns sehr.
  • Aufgrund von Überschneidungen von div. Terminen haben wir uns entschlossen die Delegationsreise nach „Peru und Kolumbien“ auf den März 2013 zu verschieben und werden sobald die genauen Daten feststehen, diese Euch sofort mitteilen. Es besteht  somit erneut die wirklich einzigartige Möglichkeit für Mitglieder und Freunde, aber auch für Wirtschaftstreibende (Peru und Kolumbien zählen zu den aufstrebenden Ländern in Südamerika) und Politiker einer solchen Reise beizuwohnen! Wir werden diesbezüglich nochmals eine gesonderte Aussendung machen, aber schon jetzt bitte ich um baldige Anmeldung!!
  • Mittlerweile haben wir schon unseren zweiten „Sprachassistenzlehrer“ in der „Kolonie Independencia“ (Paraguay) eingesetzt und unser „Schulprojekt – Deutsche Schule Kolonie Independencia“ zeitigt bereits erste kleine Erfolge (siehe beigefügtem Anhang)! In Kürze werden wir einen ausführlicheren Bericht unserer beiden „Assistenzlehrer“ auf unserer Homepage www.oegfla.at zum Besten geben.
  • Durch diese sehr herzliche und überaus familiäre Atmosphäre in der „Kolonie Independencia“ haben uns unsere „Assistenzlehrer“ gebeten eine „Bücherspendenaktion“ ins Leben zu rufen! Der Bedarf an klassischer Literatur ist sehr groß und somit möchte ich Anfragen, wer vielleicht folgende Literatur zur Verfügung stellen könnte: Angefangen von Literaturklassikern wie Goethes „Faust“ , Schiller,  Hugo von Hoffmannsthal, Marie von Ebner Eschenbach, Friedrich Dürrenmatt, Arthur Schnitzler, Hermann Hesse etc. – Herzlichen Dank für Eure Rückmeldungen!!
  • Es besteht die Möglichkeit gegen einen kleinen Unkostenbeitrag eine „Schülerpatenschaft“ zu übernehmen! Diese Patenschaft soll vor allem jenen Schülern (Familien) zur Verfügung gestellt werden, welche aus eigenen Mitteln nicht in der Lage sind, die Schule zu vollenden! Wir wollen helfen und freuen uns auf Euer hoffentlich reges Interesse.
  • Nachdem unser zweiter „Assistenzlehrer“ im Februar 2013 wieder seine Heimreise antreten muss, sind wir wieder auf der Suche nach weiteren Interessenten, welche sich das Abenteuer „Paraguay“ nicht entgehen lassen möchten und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag leisten könnten! Vielleicht kennt Ihr jemanden, der für eine solche Herausforderung in Frage kommt? Fragen und Informationen jederzeit an uns.

 

Suspendierung Paraguays bringt Chávez ins Mercosur-Bündnis

 

Hugo Chávez feiert mit der Aufnahme seines Landes in den
Mercosur einen politischen Erfolg. Foto: www_ukberri_net / flickr (CC BY 2.0)

 

Venezuelas Präsident Hugo Chávez jubelt. Sein Land wurde nun Mitglied der südamerikanischen Freihandelszone Mercosur. Der Zutritt zum Länderbündnis gelang, weil Paraguay, das sich immer gegen den Beitritt von Venezuela quergelegt hatte,  suspendiert worden war. Brasilien, Argentinien und Uruguay nahmen Paraguay die Absetzung seines Präsidenten übel.

Wie berichtet, setzte das Parlament von Paraguay seinen Präsidenten Fernando Lugo ab. Man machte ihn für die 17 Todesopfer, die es in einem Kampf zwischen Polizei und Landbesetzern gab, mitverantwortlich. Praktisch über Nacht, aber verfassungsmäßig einwandfrei bestimmte man den Vizepräsidenten, Federico Franco, zum neuen Staatschef. Hugo Chávez verurteilte diese Vorgangsweise als Putsch, andere sprachen von Staatsstreich. Schließlich kam es zur Suspendierung Paraguays aus dem Länderbündnis. Seine Mitgliedschaft wurde bis zur nächsten regulären Wahl im April 2013 ausgesetzt.

Ein abgekartetes politisches Spiel der Mercosur-Mitglieder?

War die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Staates Paraguay ein abgekartetes politisches Spiel der Machthaber in Brasilien, Argentinien und Uruguay? Jedenfalls nützten diese Mitgliedsländer der Freihandelszone den Augenblick, um Venezuela in den Mercosur aufzunehmen. Für den krebskranken Hugo Chávez ein politischer Erfolg, für das Bündnis ein riskanter Schritt.

Feststeht, dass mit dem Beitritt Venezuelas der Wirtschaftsblock von der Karibik bis nach Feuerland reicht. In den Mitgliedsländern leben 270 Millionen Menschen, 70 Prozent der Bevölkerung Südamerikas. Venezuela ist nun gezwungen, seine Handelsregeln an die geltenden Mercosur-Bestimmungen anzupassen. Das Länderbündnis hat bislang nur mit Israel einen Freihandelsvertrag abgeschlossen. Diese Vereinbarung könnte sich wegen Chávez´ iranfreundlicher Politik schon bald zum ersten großen Konfliktherd in dem erweiterten Bündnis entwickeln. Venezuela hat 2009 die diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen.

Offen ist, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen dem Mercosur und der EU in Zukunft gestalten. Der Beitritt Venezuelas dürfte die laufenden, äußerst zähen Verhandlungen um einen Freihandelsvertrag weiter erschweren. Ebenso wenig ist abzusehen, ob das Verhältnis zu dem vorerst verstoßenen Mitglied Paraguay nach den Wahlen im nächsten Jahr wieder ins Lot kommt. Die neue paraguayische Regierung blieb vom Beitrittsakt Venezuelas in Brasília ausgeschlossen.

 

Sprachassisten für deutsche Schule in Paraguay

Bildung stand im Mittelpunkt zum Abschluss der Südamerika-Reise einer österreichischen Delegation unter Leitung des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf. Von der Delegation wurden der Schule Independencia in der Nähe der paraguayischen Hauptstadt Asuncion  nicht nur 1.000 Dollar überreicht, sondern auch ein Unterstützungslehrer für die Dauer eines halben Jahres überlassen. Außerdem schloss die ÖGFLA (Österreichische Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas) mit der Schule eine Partronanzvereinbarung, in der eine enge Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen festgeschrieben wurde.

Johann Herzog bei Geldübergabe

Johann Herzog überreicht dem Direktor der Deutschen Schule in Paraguay,
Matias Loidol, im Namen der Delegation 1000 Dollar.  [Weiterlesen →]

Visita al Presidente del Congreso – Jueves 8 – Paraguay y Austria profundizan lazos de amistad

El Presidente del Congreso Nacional, Senador Jorge Oviedo Matto, recibió en audiencia a una importante comitiva de legisladores austríacos, encabezada por el Tercer Presidente del Parlamento de Austria, Dr. Martín Graf. La conformación de una comisión de amistad parlamentaria bilateral, la cooperación en el ámbito cultural y la posibilidad de fomentar inversiones, fueron puntos resaltantes abordados durante el encuentro, que se realizó esta mañana en el Despacho de la Presidencia del Senado. [Weiterlesen →]

Valdivia: Von der reichsten zur ärmsten Stadt Chiles

Mit einer Bilderschau von Odin Wiesinger in Santiago de Chile startete die österreichische Delegation unter Führung des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf in eine zehntägige Lateinamerika-Reise. Mit einem Besuch in der Hauptstadt der Region De los Rios, Valdivia, fand die Tour nun eine interessante Fortsetzung. Diese Region ist zweieinhalb Mal so groß wie Österreich, allerdings leben in diesem Gebiet von Chile nur 1,5 Millionen Einwohner.

Fabrik

Die österreichische Delegation besichtigte des Sperrholzwerk des
österreichischen Honorarkonsuls Marcos Lampaglia.  [Weiterlesen →]